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Spiritualität => Eigene Erfahrungen mit Spiritualität => Topic started by: Waltzing Mathilda on November 04,2010, 21:38: 31 pm
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Wenn ich mir "Bibel-Foren" und "Bibel-Christen" so ansehe, wird mir nur allzu oft übel.
Da wird jedem, der nicht an die Verbal-Inspiration und den wörtlichen Wahrheitsgehalt der Bibel glaubt, das Christsein abgesprochen.
Solche "Nicht-Christ"-Titulierung Andersdenkender und-Glaubender beeindruckt mich nun wirklich wenig, auch wenn diese Bibelfaschisten glauben, den Begriff "Christ" für sich allein gepachtet zu haben (wobei ich sie lieber "Teufelsanbeter" nenne, denn der Gott der Bibel mit seiner Rachsucht etc. spiegelt eher den Teufel wider wist ) -
aber mittlerweile lehne ich die Bezeichnung "Christ" für mich ab.
Ich möchte mit solchen Leuten nicht in einen Topf geworfen werden.....
Manchmal frage ich mich, wie Jesus nur derart mißverstanden werden konnte.
Wie sieht es bei Euch aus?
Betrachtet Ihr Euch als Christen?
Und wenn: welchen Stellenwert hat diese Bezeichnung für Euch?
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snowgirl
Hallo Mat,
da ich noch Mitglied in der Kirchengemeinschaft bin, auch so erzogen bin, bin ich wohl immer noch Christ!!!Ich würde es mal so ausdrücken, Mat, dass ich mich eher als Gläubige bezeichnen würde. Die Bibel war für mich der Grundstock oder auch ein Sprungbrett, aber meine Ansichten, Glaubensrichtung, die habe ich mir selber gebildet und mich innerlich doch von der Bibel und auch Kirche entfernt!!!
Was Kirche und Bibel lehren und vorgeben, das stimmt mit meinen Sichten und Einstellungen nicht mehr überein.
Ich lebe heute ein spirituelleres Leben, wo ich die Wahrheit eher erkenne, nicht die Bevormundung, die die Kirchen uns vorschreiben und auch nicht diese Lügen, würde ich mal sagen!!! Ich bin auch der Meinung, Kirche ist eine menschliche Institution, die Gott und Jesus Christus als Druckmittel verwenden, um ihre eigenen Interessen zu verwirklichen und zu erzwingen!!!
Ich denke, dies ist ein Thema, das man mit ein, zwei Beiträgen wohl nicht so pauschal beantworten kann, oder???
nachti
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Ich denke, dies ist ein Thema, das man mit ein, zwei Beiträgen wohl nicht so pauschal beantworten kann, oder???
Wäre zumindest schade, wenn es sich so schnell erschöpft haben sollte.... cvbcb
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g025
Ich denke, dies ist ein Thema, das man mit ein, zwei Beiträgen wohl nicht so pauschal beantworten kann, oder???
Wäre zumindest schade, wenn es sich so schnell erschöpft haben sollte.... cvbcb
glaube ich auch nicht, das das ein Thema wäre, das sich mit ein, zwei Beiträgen so schnell erschöpfen könnte. Ich bin auch der Meinung, Kirche ist eine menschliche Institution, die Gott und Jesus Christus als Druckmittel verwenden, um ihre eigenen Interessen zu verwirklichen und zu erzwingen!!!
da schließe ich mich ebenfalls an. Menschen mögen vllt (teils) eine Kirche brauchen, Gott wohl eher nicht. Ich bin allerdings schon der Meinung, das es Leute gibt, denen die Kirche alls eine Art...Zufluchtsort dient. Und wo der auch immer ist, - ob in der Kirche, unter einem Baum oder sonstwo, das finde ich ziemlich egal und muß jeder für sich entscheiden und insofern finde ich Kirchen okay.
Bei der Bibel würde ich schon vorsichtiger sein, schon allein wegen der verschiedensten Glaubensrichtungen und Auslegungen. Im Namen der Kirche und der Bibel sind so viele Morde begangen und Blut ist geflossen, das allein schon das zu schwersten Zweifeln anregen müßte.
Ob ich mich als Christ betrachte ? Nun, ich selbst sehe mich in allerster Weise erstmal als Mensch (!), der Rest ist meiner Ansicht nach Schubladendenken, das niemandem was nützt, auch Gott nicht. Sicher, ich bin Christ, bin ja quasi da "hineingeboren", aber die Kirche und auch die Bibel sagen mir nichts. Ansonsten soll jeder glauben, was er will, so lange derjenige mich nicht *bekehren* will. Aber das kann niemand, wenn ich es nicht zulasse.
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Über Bibelchristen weiß ich zum Glück gar nichts und möchte ehrlich gesagt auch nichts drüber wissen.
Ich denke eher so über das Christentum, wie dieser Bericht in der Zeit.
http://www.zeit.de/2000/20/200020.christentum_.xml
Andererseits fühle ich mich im Christentum zuhause, würde aber keinesfalls zum Beispiel mit einem Moslem diskutierend vehement für das Christentum eintreten. Nö, ganz bestimmt nicht. Ich mag am meisten die Aussagen des Buddhismus, aus der Kirche bin ich schon lange ausgetreten, weil ich mit den Aussagen nichts anfangen konnte, vor allem bei Beerdigungen. Ich bin konfirmiert, habe allerdings den Sinn dessen nie begriffen.
Ich war nur einmal in einem kath. Gottesdienst, ausversehen, weil ich mir den Dom ansehen wollte. Habe mich mit Grausen davon geschlichen, weil der Priester vehement gegen Alleinerziehende wetterte, in einer Form, die ich gar nicht fassen konnte. Offensichtlich gehören alleinerziehende Mütter seinem Gott nach sofort in die Hölle. Zuhörer waren übrigen ein paar ca. 80igjährige Frauen und Männer und ein paar Nonnen, die irgendwie alle den Kopf einzogen. Wow!!
Was ich am Christentum mag, ist Weihnachten. Ein Jahr ohne dies Fest erschiene mir armselig. Auch Kirchen mag ich, aber weniger der Religion wegen, eher der Architektur und der Kunst wegen. Überhaupt sehe ich in der Malerei und Kunst das Christentum als bereichernd an.
Dass das Christentum als Symbol diesen gekreuzigten Christus gewählt hat, bedaure ich sehr. Denn auch auf mich hat dieses Symbol immer etwas Bedrohliches gehabt, im Sinne, wenn du nicht tust, was andere bestimmen, endest du so. Mehr an Schrecken ging kaum. Und es war für mich ein Hohn, dass dieses Symbol was mit einer liebevollen Religion zu tun haben soll.
Jesus war für mich immer der Sonnenmensch, so wollte ich sein als Kind, lernte aber eigentlich nichts anderes als, wenn du so sein willst, weißt du ja, wie das endet…nämlich mit einer Verurteilung und grausamen Kreuzigung.
Ich kenn allerdings auch eine reiche Verwandte, die mit Jesus nichts anfangen kann. Der Tonfall, in dem sie sprach, klang, als würde sie ihn als eine Art Freiheitskämpfer ansehen, der was gegen Reiche hat und Traditionen infrage stellt. Das hat mir sehr leid getan für sie. Jesus als Widersacher. Ich glaube seitdem, fast jeder Mensch empfindet ganz unterschiedlich die Inhalte der Religionen.
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Auch Kirchen mag ich, aber weniger der Religion wegen, eher der Architektur und der Kunst wegen.
Mir geht´s genauso a070. Für mich sind Kirchen stets der Mittelpunkt eines Ortes gewesen (abgesehen einmal von Großstädten).
Aus der Kirche ausgetreten bin ich etwa 1994. Und was letztlich die Bedeutung der Kommunion oder der Firmung ist – das sollte mich besser keiner fragen xyssf
Aber mir ging es auch nicht um die Kirche als Institution.
Eher darum, was ein jeder für sich als „Christ“ oder „Christsein“ definiert.
Immerhin geht der Begriff „Christ“ ja auf Jesus Christus (Christus = der Gesalbte) zurück, und von Jesus wissen wir das, was uns in der Bibel über ihn erzählt wird.
Ist Jesus Gottes Sohn? Hat er es selbst von sich gesagt?
Wurde er von einer Jungfrau geboren?
Stimmt all das, was in der Bibel über ihn berichtet wird?
Und hat er das, was er gesagt haben soll, auch alles so gesagt?
War er nicht vielleicht ein Wanderprediger, von denen es damals viele gab?
Nicht zuletzt: ist er wirklich von den Toten auferstanden?
Was ich am Christentum mag, ist Weihnachten. Ein Jahr ohne dies Fest erschiene mir armselig.
Was bedeutet Weihnachten für Dich, Vivienne?
Was bedeutet Jesu Geburt für Dich, die wir am Weihnachtstag feiern?
Was hat Jesus der Welt gebracht?
In einem radikalen Evangelikalenforum gibt es einen Thread:
„kommen alle Menschen ohne Jesus in die Hölle?“
Die Aussage eines der Moderatoren dabei:
„Glaubt, was Ihr wollt, mir ist es eigentlich schnuppe, weil ich es besser weiß, denn es steht so in der Bibel. Und ich werde meinen Glauben DARAN ausrichten und nicht daran, was das Glauben an die Hölle etwas angenehmer macht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“
Ich hätte mich beinahe übergeben vor Lachen, als ich das gelesen habe.
„Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“
Es ist wohl eher so, dass ihrer Meinung nach nicht sein darf, was immer mehr Menschen weltweit erkennen.
Nur diese schein-heiligen Bibelgurus nicht…. gri
Welche Bedeutung hat also Jesus?
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Würde mich interessieren, was du über Jesus denkst...was wollte er und so---
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Und was letztlich die Bedeutung der Kommunion oder der Firmung ist – das sollte mich besser keiner fragen xyssf
Ich denke, das Kommunion von Kommunizieren kommt und das das auch Sinn ergibt. Insofern erklärt sich auch Walsch's Buchtitel "Gespräche mit Gott" von allein und er hat ja auch an einer Stelle gesagt :"Es ist nicht die Frage, wann ich zu Euch spreche, sondern wer zuhört.." (oder zumindest sinngemäß) Firmung ist vllt nur ein anderes Wort dafür, keine Ahnung... xyssf
es wird ja auch immer wieder gesagt, das er ein Mensch war, ein gewöhnlicher Zimmermann. Von daher gehen meine Überlegungen eher in eine andere Richtung, die sich, gerade heutzutage immer mehr Menschen stellen : gibt es eine Wiedergeburt, ein Karma ? Ich persönlich glaube daran. Und wenn dem so ist, dann wäre ja auch Jesus Auferstehung ansich nichts ungewöhnliches, - bis auf die Tatsache, das es wohl andere auch gesehen haben und davon berichtet haben. Übrigens....ein - allerdings sehr sehr weit entfernter Nachkömmling soll sogar später noch in Hannover gewohnt haben (?) Das mag lustig klingen, war aber, wo ich es mal gehört oder gelesen (?) habe, durchaus ernst gemeint.
Ich find's übrigens interessant, das Du den Namen des Threads mit einem Fragezeichen versehen hast.
Eine "Hölle" finde ich - für mich - indiskutabel, gibt es m.A. nach nicht und hat's auch nie gegeben. Schüchert nur Kinder vllt ein und sogenannte "Bibelchristen" selbst.
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Würde mich interessieren, was du über Jesus denkst...was wollte er und so---
Die Antwort ist gar nicht so einfach.
Zunächst einmal glaube ich nicht, daß Jesus von einer Jungfrau geboren wurde (hat Gott solche Zaubertricks nötig?)
Ich glaube auch nicht, daß er der "Sohn Gottes" war. Das war er in dem Sinne, als wir alle Söhne und Töchter Gottes sind.
Wahrscheinlich war er ein Wanderprediger.
Es ist schwierig, seine Lehre aus dem NT herauszufiltern, weil seine Worte in den 4 Evangelien unterschiedlich wiedergegeben werden und sich seine Aussagen somit inhaltlich unterscheiden.
Auch seine Auferstehung ist nach wissenschaftlichen Ergebnissen alles andere als gesichert.
An dieser Stelle kann ich das Buch von Bart. D. Ehrman nur jedem empfehlen:
"Jesus im Zerrspiegel":
http://www.amazon.de/Jesus-Zerrspiegel-verborgenen-Widerspr%C3%BCche-Bibel/dp/3579064967
Den Kern seiner Lehren sollte man aber recht leicht herauslesen können.
Jesus war ein Lehrer.
Einer von vielen, die Gott uns immer wieder gesandt hat.
Aber eben nicht der Einzige. snowgirl
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Finde ich toll, was du denkst, sehe ich auch so.
Wichtig finde ich, dass die ersten Niederschriften der Jesusgeschichte weit über 150 Jahre nach seinem Tode erst aufgeschrieben wurden, dass ist so ähnlich wie heute über Goethe zu schreiben, Zeitgenossen waren jedenfalls nicht mehr vorhanden....
Wow! Dein Thema hat mich zu einem echt langen Bericht angespornt und da Fynn mich an seinen PC lässt, also bitte:
Die Bibel und ihre Gleichnisse hat erst für mich einen Sinn bekommen, als ich gemacht habe, was Edgar Cayce getan hat - und Eugen Drewermann (und viele andere...).
Ich habe eine Geschichte genommen , sagen wir mal, Samson und Dalila = Haare abschneiden. Was soll das und was soll hier eigentlich dargestellt werden?
Ich habe die Figuren des Gleichnisses nach innen genommen und da fing es an, einen Sinn zu ergeben. Ebenso werden die Aussagen von Märchen und Träumen verständlich.
Die Bibelchristen tun in meinen Augen nun unnachsichtig darauf herumreiten, wo Schneewittchen wirklich ausgesetzt wurde und wo der Wald ist, in dem das Hexenhäuschen stand.
Wenn ich mir selber den Ablauf einer Bibelzitates oder eines Märchens erzähle wie:
ich bin Samson, ich lasse mir immer wieder meine Macht (=Haare) beschneiden von der Gefühlsseite , von meiner Angst (Dalila), von meiner weibl.( Anima) Seite,
in dem Augenblick bekommen die Zitate einen wichtigen Sinn für mich selber. Ich bin bis ins Innerste berührt von der Weisheit all dieser Geschichten.
Ich glaube, dass Jesus sehr spirituelle Weisheiten mit seinen Bildern verständlich gemacht hat und die eigentliche Lehre von ihm, aber laut den Sethbüchern kaum eine Chance gehabt hat.
Und der institutionalisierten Kirche ist sowas ja schon immer eher ein Dorn im Auge.
Immerhin gibt es das Christentum seitdem, wenn es auch in meinen Augen rein äußerlich geblieben ist. Aber ins kollektive Unbewusste ist es vielleicht eingepflanzt worden, der Sinn des Christentums, vielleicht ist Jesus aber auch mit der Verbreitung seiner Erkenntnisse gescheitert, laut Seth haben seine Lehren wie schon gesagt, kaum eine Chance gehabt.
Und das Christentum wurde benutzt wie so vieles zur Unterdrückung und zur Rechtfertigung für Unmenschlichkeit.
Wenn Jesus wirklich eine Liebesbeziehung hatte mit Maria Magdalena, so wäre daran für mich nur interessant, wieso die Kirche das verschwiegen hat, wieso ist das so wichtig, was hat sie davon??
Ebenso die Bibelchristen, wieso beharren sie so fundamentalistisch auf der äußerlichen Erklärung, was haben sie davon? Sicherheit? Schwarz-Weiß-Denken? Alles ist erklärbar? Auf jeden Fall werden sie davon nicht lassen, bis sie etwas gleichwertiges anderes, vielleicht menschlicheres gefunden haben.
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Wichtige Fragen sind heutzutage für mich, wieso grenzt die Kirche (Rom)das Weibliche= das Gefühl= Frauen aus? Wieso gibt es das Zöllibat? Was will die Kirche damit erreichen, bewahren, erwerben? Macht?
Für mich ist die Antwort ganz primitiv, wenn sie für Abhängigkeiten sorgt, kann sie die Kontrolle behalten. Es ist Schach, Strategie= Hierarchie schafft Abhängigikeiten und damit eine Schein-Einheit, einen Schein-Zusammenhalt, einen Schein-Solidarität= Scheinsicherheit, leider hochwirksam!!
Und dann Frau und Kirche. Vielleicht habe ich mich nie auf Religionen eingelassen, weil ich mich als weiblicher Mensch von ihnen im Stich gelassen, ja, geradezu verteufelt fühlte.
Nehmen wir Adam und Eva, noch jetzt erinnere ich mich an mein Erschrecken über diese Untat von Eva. Nie wollte ich so ungehorsam sein wie sie, ich war über ihr Verhalten entsetzt. Zumal mir gesagt wurde, alle Frauen müssen heute noch deswegen büßen, für eine Untat, die jemand ganz anderer gemacht hat! Damals nahm ich mir vor, immer ganz artig zu sein, niemals ungehorsam, vielleicht hätte Gott dann doch ein Einsehen?
Ob kluge Kirchenfürsten diese Reaktion von Menschen nicht doch sehr gut einschätzen konnten und gewollt haben?? Solches "Gehorchen" kann man gut ausnutzen...
Und die Bibelchristen möchte ich fragen, wieso hat Gott über tausenden von Jahren lang der Eva, die mir persönlich nicht bekannt ist, nie verziehen?? Wo doch Gott selbst Verzeihung predigt seit tausenden von Jahren, warum muss heute noch ein kleines Mädchen wie ich damals war, 5 oder so, mit dieser Geschichte verschreckt werden, Frauen würden bis heute Schmerzen bei der Geburt erleiden müssen, wegen dieser mir unbekannten Eva? Wo bleibt da Gerechtigkeit??
Und dann Maria, die Verherrlichung ihrer Jungfräulichkeit! Was soll das? Die Sexualität von Frauen zu verteufeln, ist das Gemeinste, was sich Religionen ausdenken konnten. Und diese Unterwürfigkeit, das Weib sei dem Manne untertan? Was soll das? Wo bleibe ich da mit meinem Sosein?? Mit meinen Bedürfnissen, meinen Wünschen?
Ich lebe trotzdem, nicht weil es Religionen gibt! Wie soll ich solche Aussagen als wohltuend für mich empfinden oder achten? Geht nicht, Null!!
Und nun zu anderen Seite, zu dem, womit ich was anfangen kann und wie ich glaube, dass es gemeint ist:
Viel kann ich mit dem Satz anfangen, meine weibliche= Gefühlsseite = Emotion, sei meiner männlichen Seite= Verstandesseite untertan. Bevor ich zuschlage, könnte ich kurz nachdenken, was es mir bringt.
Hochaktuell in der heutigen Zeit: bevor jemand Amok läuft, sollte er mit seiner Vernunft, seiner männlichen Seite darüber nachdenken, ob dieses Verhalten mit seiner Mitmenschlichkeit, seinem Verständnis von Menschlichkeit zu vereinbaren ist.
So könnte ich dieses Zitat aus der Bibel unterschreiben!!
Und die Jungfräulichkeit von Maria?
Ja, die gibt es! Das heißt, dass es im Leben eines Menschen eine Zeit geben kann,eine dunkelste Zeit seines Lebens, in der er so verzweifelt ist, dass aus der vollkommenen Emotion, aus der Gefühlsseite heraus, ohne jedes "Zutun eines Mannes" im Sinne von Verstand, Vernunft, eine Erinnerung, ein inneres Kind geboren werden kann, ein Wesen, das vorher nicht da war, eine Erkenntnis, eine Offenbarung und fortan, kann man anders leben, erlöst... das ist hiermit gemeint.
Neale Donald Walsch ist es passiert, als er plötzlich die Stimme hörte und die Bücher schrieb, aber auch jedem Normalsterblichen, ganz Unberühmten kann dies geschehen und geschieht es, jeden Tag irgendwo, und man räumt sein Leben auf, wird "trocken", lebt ein vollkommen neues Leben...
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Heute verstehe ich die Adam-Eva-Story so:
irgendwann ist der Mensch aus der Einheit (Paradies) rausgefallen in die Dualität= den Gegensatz= Gut oder Böse. Hilfsmittel war dazu seine weibliche Seite= Emotion, seine Sehnsucht nach Erfahrung, Wissen, Verstehen.
Und Adam musste lange "genervt" werden von seiner Eva=Emotion=Sehnsucht, bis er sich sehr zögerlich ergeben hat, denn er wusste wohl in seiner weisen Vorrausschau, das die materielle Existenz kein bloßes Zuckerschlecken sein würde....
Da ich an Wiedergeburt glaube, denke ich für mich, es kann auch meine Sehnsucht nach der materiellen Existenz sein, die mich treibt zur Wiedergeburt (neben den unerfüllten Aufgaben, die Karma genannt werden), also Vertreibung aus dem Paradies der nichtmateriellen Existenz.
Wäre nur eine Möglichkeit, aber für mich eine wahrscheinliche...
Ich habe allerdings auch schon gelesen, dass damit die Vertreibung des kindlichen Bewusstseins, dass ja noch völlig verbunden ist mit dem "Jenseitigen" in die Eigenverantwortung des erwachsenen Menschen, in das "sich seiner selbst bewusst werden" gemeint sein könnte. Immer erlebt emotional als Vertreibung, als etwas Erschreckendes.
Ich glaube, dass das Christentum so wie es sich Jesus offenbart hat, eine ganz ganz tiefe innere menschliche Wirklichkeit erzählt, die von Innen nach Außen gebracht wurde.
Oder umgekehrt, die sich "wirklich" aufgeführt hat, aber als "Innere Botschaft" verstanden werde muss: die 12 Jünger als Seelenanteile jedes Menschen, der Zweifler Thomas, der Selbstverräter Judas usw. Und das Christusbewusstsein als höheres Selbst, dass zu erreichen der Sinn ist jeder Inkarnation...für mich ganz und gar spirituelle Botschaften, gekleidet worden in eine äußere Geschichte.
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Juhuuu Viv snowgirl
Ganz, ganz lieben Dank für die reichliche Arbeit, die Du Dir hier gemacht hat a010.
Da ich heute nicht mehr ganz taufrisch bin, möchte ich einige Dinge von Dir zitieren und kommentieren:
Wichtig finde ich, dass die ersten Niederschriften der Jesusgeschichte weit über 150 Jahre nach seinem Tode erst aufgeschrieben wurden,
Die ersten Handschriften und Fragmente der Evangelien werden heute auf etwa 30-50 n. Christus datiert.
Die Bibel und ihre Gleichnisse hat erst für mich einen Sinn bekommen, als ich gemacht habe, was Edgar Cayce getan hat - und Eugen Drewermann (und viele andere...).
Ich habe eine Geschichte genommen , sagen wir mal, Samson und Dalila = Haare abschneiden. Was soll das und was soll hier eigentlich dargestellt werden?
Ich habe die Figuren des Gleichnisses nach innen genommen und da fing es an, einen Sinn zu ergeben. Ebenso werden die Aussagen von Märchen und Träumen verständlich.
Als Gleichnisse habe ich die Geschichten des AT kaum betrachtet. Viele sind als Gleichnisse sicherlich erkennbar, aber ich habe sie meist als langweilige Geschichtsbücher empfunden. Vor allem das Buch Levitikus, das überwiegend aus Gesetzen und Vorschriften besteht.
Daher kommt auch die Redewendung: „Jemandem die Leviten lesen“.
Ich glaube, dass Jesus sehr spirituelle Weisheiten mit seinen Bildern verständlich gemacht hat und die eigentliche Lehre von ihm, aber laut den Sethbüchern kaum eine Chance gehabt hat.
Kenne die Sethbücher leider nur vom Namen her. Was sagen diese denn noch über Jesus? Würde mich interessieren.
Wenn Jesus wirklich eine Liebesbeziehung hatte mit Maria Magdalena, so wäre daran für mich nur interessant, wieso die Kirche das verschwiegen hat, wieso ist das so wichtig, was hat sie davon??
Vielleicht, weil ein Sohn Gottes, von einer Jungfrau geboren, sonst zu weltlich gewesen wäre.
Der Sohn eines Zimmermanns (sofern Josef wirklich Zimmermann war. Möglichweise war er „Bauzeichner“ oder Architekt. Im griechischen Text steht „tekton“, was heute nach dem Papyrologen Carsten Peter Thiede eher als Bauzeichner übersetzt würde. Damit wäre Jesus durchaus einer höheren Schicht entsprungen), der eine weltliche Beziehung zu einem weltlichen Wesen hat – neenee, das wäre für einen Sohn Gottes einfach zu billig gewesen…. sm
Ebenso die Bibelchristen, wieso beharren sie so fundamentalistisch auf der äußerlichen Erklärung, was haben sie davon? Sicherheit? Schwarz-Weiß-Denken? Alles ist erklärbar? Auf jeden Fall werden sie davon nicht lassen, bis sie etwas gleichwertiges anderes, vielleicht menschlicheres gefunden haben.
Nun, sie werden kaum etwas anderes suchen! Die Bibel als unverfälschtes Wort Gottes anzunehmen macht ihnen das Leben leichter. Man muß nicht nachdenken, nicht selbst Verantwortung für eigene Entscheidungen tragen, weil die Bibel doch alles vorgibt. Und bei Unklarheiten fragen sie ihren Gemeindevorsteher oder sonst ein „hohes Tier“.
Die ganzen Widersprüche in der Bibel sind eben nicht erklärbar.
Welch hanebüchene „Erklärungen“ dabei herauskommen, die jedem gesunden Menschenverstand spotten, kann man auf evangelikalen Seiten nachlesen.
Wichtige Fragen sind heutzutage für mich, wieso grenzt die Kirche (Rom)das Weibliche= das Gefühl= Frauen aus?
Frauen hatten damals nichts zu sagen.
Warum? Wieso? Ich weiß es nicht.
Wenn man sich die ganzen Ahnenreihen in der Bibel ansieht, stellt man fest, dass diese „Genealogien“ nur die männlichen Vorfahren aufzählen.
Josefs Ahnenreihe geht gar bis David zurück, was deutlich machen soll, dass Jesus aus dem Hause Davids sei.
Kuriosum: wenn Maria Jungfrau war, war Josef nicht der leibliche Vater und somit kein bisschen blutsverwandt mit Jesus.
Ob Josef nun ein Nachkomme Davids war oder ein Nachkomme von Hugo Höppelpöpp ist somit doch völlig belanglos!
Nehmen wir Adam und Eva, noch jetzt erinnere ich mich an mein Erschrecken über diese Untat von Eva. Nie wollte ich so ungehorsam sein wie sie, ich war über ihr Verhalten entsetzt. Zumal mir gesagt wurde, alle Frauen müssen heute noch deswegen büßen, für eine Untat, die jemand ganz anderer gemacht hat!
Damals nahm ich mir vor, immer ganz artig zu sein, niemals ungehorsam, vielleicht hätte Gott dann doch ein Einsehen?
Damit hätte man erreicht, was man wollte: Angst! Mit Angst macht man Menschen gefügig und muß weniger damit rechnen, dass sie abtrünnig werden….
Ob kluge Kirchenfürsten diese Reaktion von Menschen nicht doch sehr gut einschätzen konnten und gewollt haben?? Solches "Gehorchen" kann man gut ausnutzen...
Eben!
Und die Bibelchristen möchte ich fragen, wieso hat Gott über tausenden von Jahren lang der Eva, die mir persönlich nicht bekannt ist, nie verziehen?? Wo doch Gott selbst Verzeihung predigt seit tausenden von Jahren, warum muss heute noch ein kleines Mädchen wie ich damals war, 5 oder so, mit dieser Geschichte verschreckt werden, Frauen würden bis heute Schmerzen bei der Geburt erleiden müssen, wegen dieser mir unbekannten Eva? Wo bleibt da Gerechtigkeit??
Die Antwort der Bibelchristen darauf möchte ich gar nicht erst wissen.
Hier einmal ein Beispiel solcher „Christen“, welches ich von einem Bekannten mitbekommen habe:
In einem Bibelforum sprach eine Teilnehmerin davon, daß sie gerne (wohl allein aus Neugier) in eine Veranstaltung von „Christen“ gegangen wäre, ihr der Eintrittspreis, etwa 90 Euro, aber zu hoch gewesen sei.
Gott selbst habe ihr dann einen Weg gezeigt, dennoch hineinzukommen: sie hat sich an einen Fremden drangehängt und sich in diese Veranstaltung eingeschmuggelt.
Der Thread wurde – sinngemäß – betitelt mit „Gott öffnet selbst verschlossene Türen“.
Gott also hat sie dazu veranlasst, den Türsteher über´s Ohr zu hauen, sich widerrechtlich Zugang zur Veranstaltung zu verschaffen und den Veranstalter um 90 Euro zu betrügen?
Also wirklich….
Auf ihr Verhalten aufmerksam gemacht, soll sie dann diesen Thread schnell vom Moderator löschen lassen haben….
Und dann Maria, die Verherrlichung ihrer Jungfräulichkeit! Was soll das?
Die Jungfrauengeburt erhöht ganz einfach den neugeborenen Menschen, macht ihn zu etwas Besonderem, eben einem Sohn Gottes.
Das hebräische Wort „alma“ wurde gerne mit „Jungfrau“ übersetzt, heißt aber wohl eher „junge Frau“. Aber hier hat der Übersetzer nach eigenem Gutdünken übersetzt….
Die Sexualität von Frauen zu verteufeln, ist das Gemeinste, was sich Religionen ausdenken konnten.
Vermutlich wurde es von den Religionen übernommen und ist in der Herkunft noch wesentlich älter….
Heute verstehe ich die Adam-Eva-Story so:
irgendwann ist der Mensch aus der Einheit (Paradies) rausgefallen in die Dualität= den Gegensatz= Gut oder Böse. Hilfsmittel war dazu seine weibliche Seite= Emotion, seine Sehnsucht nach Erfahrung, Wissen, Verstehen.
Und Adam musste lange "genervt" werden von seiner Eva=Emotion=Sehnsucht, bis er sich sehr zögerlich ergeben hat, denn er wusste wohl in seiner weisen Vorrausschau, das die materielle Existenz kein bloßes Zuckerschlecken sein würde....
GmG sagt über den „Sündenfall“, dass dieser notwendig war, um in die Dualität hineinzukommen. Der Mensch (oder die Seele) war vollkommen, aber um das zu erkennen, musste sie – in der dualen Welt – unvollkommen werden.
Wie kann man erkennen, dass man gut ist, wenn das Böse nicht existiert?
Erinnern wir uns nur an den "Kleinen Engel" aus "Ich bin das Licht" h u l
Ich möchte viele Dinge der Bibel gar nicht so sehr in die „Gleichnis-„ oder „Symbol-Ecke“ stellen. Ich glaube – nach der Lektüre von Bart D. Ehrman („Jesus im Zerrspiegel“ und „Abgeschrieben, falsch zitiert und missverstanden“), dass viele, ja zu viele Dinge ganz einfach aus Unverständnis, Missverständnis und aus persönlichen Motiven verändert und verfälscht wurden.
Es gibt mehrere 1000 (!) Handschriften und Fragmente aus den ersten, vielleicht 2-300 Jahren des Christentums. Die wenigsten sind identisch, kaum 2 sind völlig gleich. Es kursierten zahlreiche Evangelien in noch zahlreicheren Versionen…..
Das war auch der Grund, warum im 2. Jahrhundert der Kanon geschaffen wurde: man hat die unterschiedlichen Geschichten sortiert und festgelegt, welche „Versionen“ verbindlich sind und welche nicht. Auch hier dürfte wieder einiges umgeschrieben und verändert worden sein….
Mich wundert nur immer wieder, wie sich aus den Evangelien eine ganze Kirche mit ihren irrigen Lehren entwickeln konnte gif13
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Wow! Danke für deine Antworten, du besitzt viel Wissen darüber, wär schön, wenn noch mehr käme...
Wenn das mit der Alma= junge Frau wahr wäre, was für ein fürchterlicher destruktiver Irrtum das dann wäre für die Menschheit, unvorstellbar! Und wenn so gewollt, noch grässlicher....
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Nochmals zu Bart D. Ehrman und seinen Büchern:
Zur Zeit Jesu war die Beherrschung von Lesen und Schreiben den Reichen und Privilegierten vorbehalten. Es dürften also rund 95% der Bevölkerung Analphabeten gewesen sein.
Der einfache Bauer, Fischer oder Tagelöhner konnte somit weder lesen noch schreiben.
Und welche Berufe übten Jesu Jünger aus? Petrus war z.B. Fischer.
Es steht auch nirgendwo geschrieben, dass die Jünger lesen und schreiben konnten.
Nun also begleiteten die Jünger Jesus bis zu seinem Tod und berichteten dann den Menschen über die Geschehnisse bzw. missionierten damit. Sie sprachen also von den Dingen, die sie erlebt haben und folglich aus ihrer Erinnerung heraus. Und was es mit Erinnerungen auf sich hat, weiß ein jeder: manchmal weiß man es nicht mehr genau, manchmal verwechselt man etwas, und manchmal hat man die Dinge anders in Erinnerung, als sie gewesen sind.
Die Jünger berichteten also aus ihrer Erinnerung, und die Leute, denen berichtet wurde, erzählten anderen davon. Diese wiederum erzählten anderen davon. Und diese wiederum erzählten wieder anderen usw. usw.
Was dabei herauskommt?
Wer in seiner Kindheit „Stille Post“ gespielt hat, weiß es!
(Wer nicht: hier ein Beispiel: http://fun.wikia.com/wiki/Der_Dienstweg)
Nun war dieses neue Evangelium etwas, was sicherlich nicht in der Oberschicht verbreitet wurde. Die hatten nämlich ihre eigenen Götter. Vor allem solche, die ihnen ihre Privilegien rechtfertigten :-)
Das Christentum verbreitete sich zuerst in der unteren Bevölkerungsschicht. Und damit bei den Bettlern, Bauern, Fischern, Tagelöhnern. Alles Zeitgenossen, die Analphabeten waren.
Es gab natürlich einige, die ein bisschen lesen konnten und einige, die auch ein bisschen schreiben konnten. Es sind zahlreiche Fragmente erhalten, die eindeutig erkennen lassen, dass der Schreiber nur sehr gering schreiben konnte: manchmal fehlen Buchstaben, manche Buchstaben sind undeutlich, verkümmert, falsch geschrieben. Oftmals bestand das „schreiben“ nur aus dem Abmalen von Buchstaben. Der text selbst blieb dem „Schreiber“ verschlossen.
Und ein einziger falscher Buchstabe kann ein anderes Wort ergeben und denn Sinn einer Aussage verändern.
Die Unterschicht war natürlich froh, jemanden zu haben, den sie zu ihrem Retter erwählen konnten. Sie hatten einen neuen „Helden“.
Wie das mit Helden eben so ist: es wird viel hinzugedichtet……
Was also ist nun wahr, was verfälscht?
Angenommen, wir haben 5 Handschriften des gleichen Evangeliums.
4 davon sind identisch, eines weicht ab.
Kann man davon ausgehen, dass die übereinstimmenden 4 dann „originaler“ sind, weniger verfälscht?
Nein. Möglicherweise sind von einem Evangelium, welches bereits verfälscht wurde, deutlich mehr Abschriften gemacht worden als von einem anderen, welches „originaler“ war.
Gibt das Alter Hinweise auf „Originalität“?
Ebenso wenig.
Und so muß die Textkritik schon sehr kreativ sein und sich so einiges einfallen lassen…..
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Wirklich riiieeesig interessant!!! jhgy
Wenn du noch was dazu reinstellen willst, immer her damit.... wink
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Da schließe ich mich Viv mal an : wirklich seeehr spannend ! Wäre jetzt mal interessant, hier jetzt im Forum interessant, andere, kontroversere Meinungen zu hören.
sd3
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Hey, Mat,
Du hast irgendwo gefragt, was Seth noch so über Jesus gesagt hat, - - sehr viel.
Ich scheue ein bisschen davor zurück, es darzustellen wegen zu vieler Missverständnisse. Wer nachlesen will, kaufe sich "Gespräche mit Seth" von Jane Roberts.
Nur soviel: Johannes der Täufer, Jesus und Paulus wären nacheinander inkarniert mit derselben energetischen Botschaft, der eine der Vorreiter, dann Jesus, dann Paulus zur Verbreitung der Lehre. So in der Art geht es viel um Schwingungsfrequenzen und Energie.
Weiterhin, Mat, schreibst du , dass dir diese innere Bedeutung der Zitate oder Gleichnisse eher nicht so wichtig sei und auch, dass du dir den Lohn über das Reden von Seelenschmerzen nicht so vorstellen kannst.
Das finde ich total in Ordnung, weil niemand natürlich dazu genötigt werden darf.
Für mich allerdings ist OHNE dieses "Zitate nach Innen ziehen" nur schwer denkbar, wie sich je was ändern sollte.
Die Botschaften der Religionen kommen ursprünglich zum großen Teil doch aus dem Inneren der Menschen als Offenbarungen und so. Also gehört es auch wieder dort hin, nicht in äußere Erklärungen von Geschehnissen.
Nehmen wir mal wieder was ganz persönliches von mir.
Irgendwann schlug ich mal ein religiöses Buch auf, ich glaube, den Koran.
Auf den ersten Seiten las ich die folgende Botschaft dem Sinne nach:
Ein Mann darf in seinem Leben so viel "rummachen" wie er will, eine Frau sollte jedoch als Jungfrau in den "Himmel eingehen" !
Über diesen Satz war ich dermaßen empört, dass ich nie wieder was mit irgendwelchen Religionen zutun haben wollte!!
Heute kann ich diesen Satz so unterschreiben, aber nur, weil ich ihn wie meine Träume oder wie ein Märchen gedeutet habe:
die männliche Seite des Bewußtseins eines Menschen, die von den Menschen Verstand, Vernunft, Handlungsfähigkeit, Agieren und vieles mehr, genannt wird, darf in dieser materiellen Welt tun, was sie tun will, was sie für richtig erachtet. Dabei sollte die weibliche Seite diesesselben Menschen, die von den Menschen auch Emotion, höheres Selbst, Gefühl, Gewissen, Intuition und vieles mehr, genannt wird, "jungfräulich" bleiben = unverletzt, nicht traumatisiert, nicht missbraucht, unbelastet, unbeschwert, reinen Gewissens bleiben.
Das heißt, ein Mensch sollte unbelastet von seinen Taten sterben dürfen, frei von Schuld, frei von Unerledigtem, dass ihn zu neuen Inkarnationen treiben würde, frei von Karma.
So könnte ich obigen Satz gut finden, ich wünschte aber, er wäre auf diese gedeutete Weise in das Buch geschrieben worden!
Und zum Schluss was zum Lachen:
Fynn hat mit gerade eine "Ode an die Frau gedichtet":
"Komm und diene!!"
Darauf antworte ich mal mit einem Satz von Harry Potter:
"Träum weiter!" cvbcb
Jedenfalls habe ich herzlich lachen müssen, tut gut bei der Vorstellung von so viel Leid durch so grässliche Missverständnisse.
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Jetzt trau ich mich doch: Seth hat gesagt, Jesus wäre nie gekreuzigt worden, weil er nichts in sich hatte,
eine so grässliche Todesart zu wählen. Das Unbewusste müsste ja pathologisch fanatisch geprägt sein und das war Jesus nicht im geringsten.
Ich verstehe aber, wenn das keiner glaubt!
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Fynn hat mit gerade ein "Ode an die Frau gedichtet":
"Komm und diene!!"
Darauf antworte ich mal mit einem Satz von Harry Potter:
"Träum weiter!" cvbcb
Jedenfalls habe ich herzlich lachen müssen, tut gut bei der Vortellung von so viel Leid durch so grässliche Missverständnisse.
Ich hoffe doch mal, das das nicht zu ernst genommen wird...war wirklich nur Spaß... gri
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Nur soviel: Johannes der Täufer, Jesus und Paulus wären nacheinander inkarniert mit derselben energetischen Botschaft, der eine der Vorreiter, dann Jesus, dann Paulus zur Verbreitung der Lehre. So in der Art geht es viel um Schwingungsfrequenzen und Energie.
Ein wesentliches Problem, welches ich darin sehe, ist, welche Botschaft Paulus verbreiten wollte. Ehrman zeigt, dass einige seiner Aussagen im Widerspruch zur Apostelgeschichte stehen und letztlich auch im Widerspruch zu Worten Jesu.
Werde dazu noch etwas heraussuchen und schreiben. Dauert aber etwas.
Weiterhin, Mat, schreibst du , dass dir diese innere Bedeutung der Zitate oder Gleichnisse eher nicht so wichtig sei und auch, dass du dir den Lohn über das Reden von Seelenschmerzen nicht so vorstellen kannst.
Gemeint hatte ich, dass ich die Geschichten des AT weniger als Gleichnisse verstanden habe. Viele Dinge durchaus, wie die Schöpfungsgeschichte oder Adam und Eva. Aber ich denke, dass man in vielen Geschichten auch Dinge hineindeuten kann. Man muß sich darüber im klaren sein, dass es damals einfache und ungebildete Menschen waren, die wohl einen Großteil nicht verstanden hätten.
Und die Sache mit den Seelenschmerzen: ich kann mir nicht vorstellen, dass sich etwas ändern würde, wenn ich anderen davon erzählte. Ich habe auch nie die Erfahrung gemacht, dass es erleichternd ist, sich „Dinge von der Seele zureden“. Während meines Klinikaufenthaltes fand ich es furchtbar, mich mitteilen zu müssen. Das war für mich eine Folter!
Die Botschaften der Religionen kommen ursprünglich zum großen Teil doch aus dem Inneren der Menschen als Offenbarungen und so. Also gehört es auch wieder dort hin, nicht in äußere Erklärungen von Geschehnissen.
Die Jünger haben Jesu auch so manches Mal nicht verstanden, wenn er in Gleichnissen sprach. Voller Symbolik steckt zum Beispiel auch die Johannesapokalypse.
Bis heute gibt es keine allgemeinverbindliche und allgemein akzeptierte Deutung davon….
Irgendwann schlug ich mal ein religiöses Buch auf, ich glaube, den Koran.
Na, meinen Glückwunsch cvbcb:
Ich habe den Koran einmal zu lesen begonnen und sehr schnell wieder weggelegt.
Das in erster Linie, weil er sehr viel auf geschichtliche Ereignisse Bezug nimmt.
Wer diese Ereignisse und die Hintergründe nicht kennt, wird ihn kaum verstehen.
Ich habe auch einmal Rushdie´s „Satanische Verse“ angefangen und nix gepeilt.
Hab das Buch auch einmal einer türkischen Bekannten gegeben – auch sie hat nicht sagen können, worum es geht.
Jetzt trau ich mich doch: Seth hat gesagt, Jesus wäre nie gekreuzigt worden, weil er nichts in sich hatte,
eine so grässliche Todesart zu wählen. Das Unbewusste müsste ja pathologisch fanatisch geprägt sein und das war Jesus nicht im geringsten.
GmG nimmt irgendwo auch Bezug auf Jesu Kreuzigung und Auferstehung, wenn ich mich recht erinnere. Oder täusche ich mich?
Diese Todesart zu „wählen“ war keine Entscheidung aus einer Art „Gaudi“ heraus. Sie sollte den Menschen eine Botschaft vermitteln wink
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Ein wesentliches Problem, welches ich darin sehe, ist, welche Botschaft Paulus verbreiten wollte. Ehrman zeigt, dass einige seiner Aussagen im Widerspruch zur Apostelgeschichte stehen und letztlich auch im Widerspruch zu Worten Jesu.
Werde dazu noch etwas heraussuchen und schreiben. Dauert aber etwas.
Laut Seth war die Aufgabe von Paulus, die Botschaft zu festigen und zu verbreiten, womit er gescheitert sei und als einziger von den dreien sehr unzufrieden mit seiner Inkarnation gewesen sei, tja....ao50
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Und die Sache mit den Seelenschmerzen: ich kann mir nicht vorstellen, dass sich etwas ändern würde, wenn ich anderen davon erzählte. Ich habe auch nie die Erfahrung gemacht, dass es erleichternd ist, sich „Dinge von der Seele zureden“. Während meines Klinikaufenthaltes fand ich es furchtbar, mich mitteilen zu müssen. Das war für mich eine Folter!
musstest Du Dich mitteilen oder konntest Du ? Ich sehe darin einen erheblichen Unterschied. Während meines Klinikaufenthalts wurde ich nie gezwungen und anfangs wollte ich es genauso wenig wie manch anderer. Das war aber fast immer nur anfangs der Fall, denn es ging ja darum,, etwas ändern (!) zu wollen. Heute bin ich mehr als dankbar dafür, es war das mit weitem Abstand Beste, was mir je passiert ist - und mit Sicherheit je passieren kann - einschließlich eines Lebens in Kanada oder auch Alaska. Doch, es hat sich vieles, sehr sehr vieles dadurch verändert !
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musstest Du Dich mitteilen oder konntest Du ?
Nun, da es eine tagesklinische Einrichtung war und diese auf Gruppentherapie ausgerichtet ist, wurde das erwartet.
Es gab 3mal wöchentlich eine "Morgenrunde":
montags berichtete jeder von seinem Wochenende. was er gemacht hat und vor allem eben, wie es ihm ergangen ist, sich gefühlt hat etc.
Mittwochs wurde Rückblick auf die vergangenen 2 Tage gehalten (man geht ja eben nachmittags nach Hause, hat also noch ein "außerklinisches" Leben).
Freitags gab es den Wochenrückblick.
Ich denke mal, es hätte Konsequenzen gehabt, nicht von sich selbst zu erzählen. Man wäre dann einfach in der falschen Einrichtung, der falschen Therapieform gewesen.... a045
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a045 ...
hmmm...es würde mich interessieren, was es für
Gefühle es in Dir ausgelöst hat, Dich mitteilen zu sollen...?
Wäre ein "Du kannst Dich mitteilen" besser gewesen ?
Hier teilst Du Dich in gewisser Weise ja auch mit, wobei die
Entscheidung, was, wie und ob ja immer Deine bleibt.
a020
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Möchte hier noch ein paar Worte von Lightey einfügen, weil sie
auch meine Ansicht sehr klar zusammenfassen:
Wie Bibelaussagen verstanden werden können, anders als üblich, hab ich zunächst durch Eugen Drewermann viel verstanden ... und dann, ich denk noch viel mehr, durch Neil Douglas-Klotz. Der hat ganz viele Jesus-Aussagen und biblische Texte aus dem Aramäischen neu übersetzt - und plötzlich wurde ein ganzheitlicher und spiritueller Sinn sichtbar ... der vorher gar nicht deutlich war ... Er sagt auch, dass sich Worte und Aussagen aus dem Aramäischen oft auf mehrfache, auch etwas unterschiedliche Weise übersetzen/übertragen lassen … dass man es wie „eine Meditation“ lesen kann, und Aussagen einem so verstehbar werden (mit meinen Worten ausgedrückt) …
Mich mit ihm zu befassen, finde ich sehr faszinierend; das einfach mal vorweg …..
Ich hab hier übrigens mal einige Beispiele für
a n d e r e Ü b e r s e t u n g s m ö g l i c h k e i t e n
biblischer Aussagen / Texte
aus einem “Gespräche mit Gott - Diskussionsforum” : a010
http://www.gespraechemitgott.net/beitrag589.html
http://www.gespraechemitgott.net/beitrag511.html
ganz besonders bemerkenswert finde ich das :
http://www.gespraechemitgott.net/beitrag510.html
Hier hab ich mal einige Bücher von Neil Douglas-Klotz :
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Neil+Douglas+Klotz
Ganz lieben Gruß , Lightey
Die zitierten Stellen gefallen mir gut und ich bedanke mich sehr... wink
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hey, snowgirl
ich hab zurzeit nicht die Ruhe, hier etwas zu schreiben;
aber ich hab etwas von Neale Donald Walsch zu dem Thema gefunden, das ich einfach hereinstelle.
(Mit Quellenangabe ist das ja erlaubt.)
Da stellt jemand eine Frage, und N.D. Walsch antwortet.
Kommt gut ins WoEnde, Lightey nachti
IST DIE BIBEL WÖRTLICH WAHR? (http://www.cosgan.de/images/smilie/verschiedene/s040.gif)
FRAGE: Hi Mr. Walsch. Bitte helfen Sie mir, Eines zu verstehen ...
welcher Teil der Bibel ist die Wahrheit? Denn Vieles unter dem, was ich nun vermittels Ihrer Bücher (die, das glaube ich, durch meine Suche nach Gott in meine Hände gelangten) als die Wahrheit begreife, widerspricht der Bibel. Ich möchte einfach wissen, was Gott Ihnen gesagt hat. Könnten Sie mir helfen?
J.S.
NEALES ERWIDERUNG: Du solltest wissen, dass sogar hochgestellte Bibelwissenschaftler herausstellen, dass sich viele Erklärungen in der Bibel in der Tat nicht im Einklang mit den Fakten befinden.
Wir haben an der Stelle nicht genug Zeit und Platz, um Kapitel für Kapitel, Zeile für Zeile die Bibel durchzugehen und anzumerken, welche Worte meines Erachtens „wahr“ oder „akkurat“ sind und welche nicht. Erlaube mir, dir einfach etliche Aussagen darzulegen und dich dann selbst urteilen lassen ....
Im 5. Buch Moses besagt die Bibel, dass eine Frau, sofern ein Mann eine Frau heiratet und herausfindet, dass sie keine Jungfrau mehr ist, und, sofern ihre Familie nicht den Beweis erbringen kann, dass sie vor der Heirat eine Jungfrau war, „vor die Tore des Hauses ihres Vaters gebracht werden soll, dort sollen sie die Männer ihrer Stadt zu Tode steinigen.“
Spürst du, J.S., das ist das wahre Wort Gottes?
Die Bibel sagt auch, sei eine ehebrecherische Beziehung aufzufinden, so seien beide, Mann und Frau, vor die Stadttore zu bringen und ebenso zu Tode zu steinigen. Sofern Monday's Anschuldigungen wahr sind, könnte das das Ende für den New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer bedeuten. Er müsste gesteinigt werden.
Meinst du, J.S., das ist das wahre Wort Gottes?
Und Gott ist auch über andere Dinge besorgt. Über die Kleidung zum Beispiel. Eine Frau „darf keine Männerkleidung tragen ... denn der Herr dein Gott verachtet jede, die das tut“, sagt die Bibel.
Und: „Trag keine wollenen zusammen mit leinenen Kleidern.“
Sodann, es sind auch in Gottes Haus der Anbetung nur bestimmte Menschen willkommen. Als außereheliches Kind kannst du da nicht hingehen. Die Bibel erklärt, kein illegitimes Kind, „auch nicht eines seiner Nachkommen darf die Versammlung des Herrn betreten, bis hinein ins zehnte Glied.“
Desgleichen, ist ein bestimmter Körperteil von dir bei einem Unfall oder aufgrund eines Krieges verletzt, auch dann kannst du dich nicht mit anderen Gottesdienstbesuchern zusammentun. Die Bibel sagt: “Sofern die Hoden eines Mannes zerstört sind oder sein Penis abgeschnitten ist, darf er nicht mehr Teil der Versammlung des Herrn sein.”
Okay, okay, lasst uns da stoppen, könntest du sagen.
Aber dies sind Worte direkt aus der Bibel.
Regen sie dich auf oder bringen sie dich in Wallung?
Findest du es schwer zu glauben, dass solch ein Verbot gar IN der Bibel steht? Geh zu 5. Mose 23:1-2, New Living Translation.
Oder du könntest zur King James Version greifen, wo es so zu lesen ist:
“Er, der in den Steinen verwundet ist, oder dessen eigenes Glied abgeschnitten wurde, soll keinen Eingang in die Versammlung des Herrn finden.” Das bedeutet, sofern du Hodenkrebs und einen chirurgischen Eingriff hinter dich gebracht hast, um dein Leben zu verlängern, dann darfst du nicht mehr länger zur Kirche gehen.
Und ich habe interessante Neuigkeiten für Frauen, die zu jenen Selbstverteidungskursen gehen, die dieser Tage angeboten werden. Sie können mit dem, was sie dort lernen, in ernsthafte Schwierigkeiten kommen. Die Bibel sagt: „Wenn zwei Männer miteinander kämpfen, und die Frau von einem von ihnen kommt hinzu, um ihren Gatten vor ihrem Angreifer zu retten, und sie greift aus und erfasst ihn an seinen Geschlechtsteilen, dann sollt ihr ihre Hand abschlagen. Zeigt kein Bedauern für sie.“
Meinst du, J.S., all das Gelesene stellt
das wahre Wort Gottes dar?
Oh, und was hat die Schrift zu Kindern zu sagen, die nicht gehorchen? Das sind vielleicht keine Gedanken, die viele Mütter haben, doch sie stehen hier, hier in der Heiligen Schrift ... wir sollen sie töten. Laut Bibel sagt Gott, sie sind zu töten. Ihr glaubt das nicht?
Es steht einfach da, so schlicht wie der Tag: “Wenn ein Mann einen törichten und rebellischen Sohn hat, der nicht seinem Vater und seiner Mutter gehorcht, und der nicht auf sie hört, wenn sie ihn strafen, dann sollen sein Vater und seine Mutter ihn festhalten und zu den Älteren vor das Tor seiner Stadt bringen. Sie sollen zu den Älteren sagen: ‘Dieser unser Sohn ist töricht und rebellisch. Er gehorcht uns nicht. Er ist ein Verschwender und ein Trunkenbold.’ Dann sollen alle Männer dieser seiner Stadt ihn zu Tode steinigen. Ihr müsst das Böse unter euch läutern.”
Also, J.S., was denkst du ... sind das
wahre Worte Gottes?
Einfach eine Frage, nichts für ungut.
Ich wunderte mich einfach so ....
Die Chancen stehen gut, dass du bereit sein könntest einzugestehen: „In Ordnung, nicht ALLE die Worte der Bibel sind wahr und wörtlich korrekt. Jeder weiß das.“
Dann kommt die Frage daher: Welche und welche nicht ....
Dies, J.S., ist eine Frage, die du selbst zu beantworten hast, so, wie alle Bibelleser (und alle Leser jedes anderen Buches, was das anbelangt). Lies die Bibel und bitte dann Gott um Beistand. Was ist wahr, was ist falsch, was ist Übertreibung, was ist kultureller Kontext, was ist Fakt, was ist 'Geschichtenerzählen' ... was ist was?
Quelle : TUFUNZANE - Schule der Neuen Spiritualität - in bewusster Anregung durch die Gespräche mit Gott -Buchreihe von Neale Donald Walsch.
http://www.gmg-materialien.de/
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a045
meine Güte, Lightey,
Wahnsinn...einfach klasse !!! Vielen, vielen Dank,
empfinde das als sehr inspirierend ! d r
Besonders gut gefällt mir auch der Link unten zu TUFUNZANE - echt...spitze !
und seeeeehr lesenswert, finde ich ! read2
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Ich möchte gern auch nochmal persönlicher antworten. (http://www.smilies.4-user.de/include/Winken/smilie_winke_013.gif) (http://www.smilies.4-user.de)
Meine Spiritualität empfinde ich als transkonfessionell, Religionen`überschreitend.
Ich fühle mich aber dem Christentum – dem Eigentlichen, nicht-dogmatisierten – vom Herzen her verbunden.
Für Christus empfinde ich vom Herzen her Liebe.
Er hat, wie ich es sehe, mit alldem, was die Nach-ihm-Lebenden daraus gemacht haben, gar nichts zu tun.
Mit dogmatisch, doktrinenhaft denkenden „Christen“ hatte ich in meinem Leben auch so einige Begegnungen .. und Diskussionen ...
Ich hab noch eine Erinnerung, als Jugendlicher, da gab es eine „christliche“ Teestube in der Stadt, wo ich aufgewachsen bin.
Ich war damals sehr ein Suchender …
Die haben da solche Ansichten vertreten, dass nur die, die in ihrer Art glauben, „in den Himmel kommen“ …
Ich sagte dann damals, wenn all die unzähligen ganz normalen Menschen, auch meine Eltern, deshalb nicht „in den Himmel kämen“ - weil sie ja nicht „Christen in ihrer Art“ seien – dann würde ich in diesen Himmel auch nicht wollen …
Heute glaube ich - wie z.B. die »Gespräche mit Gott - Geschichte« von der „kleinen Seele“ /ICH BIN DAS LICHT sehr schön ausdrückt – dass der „Himmel“ unser wahres Zuhause ist, in dem wir in Wahrheit alle leben.
Und dass, natürlich, a l l e Menschen, und alle Wesen, früher oder später, in dieses Bewusstsein und Erleben zurückfinden.
Und in der beschriebenenen Art denkende Menschen/“Christen“ in Wirklichkeit Fundamentalisten sind, fundamentalistische Christen.
Die einfach „verdrehten Vorstellungen“ folgen.
Die wirklichen Christen sind für mich Menschen, die mit Herz und Verstand Christen sind – und die haben kein in der Weise dogmatisiertes Denken.
Die gibt es auch, ich habe einige kennen gelernt.
Das waren noch ein paar Gedanken von mir dazu,
wie auch Easy schreibt, ich denk in allen Religionen gibt es
Menschen, die ihre Ansichten selbst bilden.
Und Menschen, die einfach Alt-Überliefertes starr glauben, ohne jemals zu hinterfragen .. und die daran festklammern.
Aber ich bin sicher, der Seelenweg eines jeden führt früher oder später an Punkte, wo starre Denk-Gebäude zu bröckeln beginnen …
Lightey nachti
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Ich hab noch eine Erinnerung, als Jugendlicher, da gab es eine „christliche“ Teestube in der Stadt, wo ich aufgewachsen bin.
…
Die haben da solche Ansichten vertreten, dass nur die, die in ihrer Art glauben, „in den Himmel kommen“ …
Ich bin mir ziemlich sicher,
die sagten nicht nur, alle anderen würden
"nicht in den Himmel" kommen ..
.. sondern : alle anderen
würden "in die Hölle kommen" ...
Das fand ich schon damals schlimm krass !
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Ich bin mir ziemlich sicher,
die sagten nicht nur, alle anderen würden
"nicht in den Himmel" kommen ..
.. sondern : alle anderen
würden "in die Hölle kommen" ...
Das fand ich schon damals schlimm krass !
Ich denke, das sind schlicht religiöse Fanatiker, da kannst'e nix machen. Ich glaub', die sind einfach nicht zugänglich für alles andere, laufen mit Scheuklappen durch die Welt.
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Wenn ich mir "Bibel-Foren" und "Bibel-Christen" so ansehe, wird mir nur allzu oft übel.
Da wird jedem, der nicht an die Verbal-Inspiration und den wörtlichen Wahrheitsgehalt der Bibel glaubt, das Christsein abgesprochen.
Solche "Nicht-Christ"-Titulierung Andersdenkender und-Glaubender beeindruckt mich nun wirklich wenig, auch wenn diese Bibelfaschisten glauben, den Begriff "Christ" für sich allein gepachtet zu haben (wobei ich sie lieber "Teufelsanbeter" nenne, denn der Gott der Bibel mit seiner Rachsucht etc. spiegelt eher den Teufel wider wist ) -
aber mittlerweile lehne ich die Bezeichnung "Christ" für mich ab.
Ich möchte mit solchen Leuten nicht in einen Topf geworfen werden.....
Manchmal frage ich mich, wie Jesus nur derart mißverstanden werden konnte.
Wie sieht es bei Euch aus?
Betrachtet Ihr Euch als Christen?
Und wenn: welchen Stellenwert hat diese Bezeichnung für Euch?
Hallo Waltzing Mathilda,
ich habe mich gerade ein wenig hier in diesem Thread eingelesen. ChristSein, ist ein Thema, dass auch mich beschäftigt. Ich hatte eine Katholische Erziehung, habe allerdings als Kind, und auch später nichts von dem verstanden was mir beigebracht worden ist. Ich bin dann irgendwann aus der Amtskirche ausgetreten. Ich habe die Christen nicht abgelehnt, ich habe nur das Verhalten der Christen nicht einordnen können. Einige Christen die ich kannte, haben mir ihre Wut gezeigt, und vor wütenden Menschen habe ich mich lieber ferngehalten.
Ich selbst bin durch meinen eigenen Schmerz zu Gott geführt worden, und lese seit einiger Zeit in der Bibel, jedoch ohne einer Kirchengemeinde anzugehören.
Ich hüte mich allerdings davor, die Christen, die in einer Christengemeinde aktiv sind, zu bewerten. Ich denke, dass Jesus Christus sie auch nicht bewertet. Sie tun mir eher leid, weil ich fürchte, dass der größte Teil nicht wirklich versteht worum es geht.
Dass es nicht reicht, die Bibel zu kennen und darin zu lesen, dass es nicht reicht, in den Gottesdienst zu gehen, oder einer Gemeinde anzugehören, oder zu Beten, sondern dass ChristSein bedeutet, sich an der Bibel zu orientieren und sie im täglichen Leben auch zu leben. Das ChristSein bedeutet, Buße zu tun, sich seine Sünden, Verfehlungen und Charakterfehler bewusst zu machen, um sie dann nicht mehr auszuleben. Das ChristSein bedeutet, sich selbst zu erkennen und bereit zu sein für Veränderung. So verstehe ich das heute.
Ich habe dazu im Internet vor einiger Zeit eine Predigt gesehen, von YouTube - Shocking Message / schockende Predigt von Paul Washer.
http://www.youtube.com/watch?v=cadh7DL5m-k&feature=related
Liebe Grüße
Noelle
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weil ich fürchte, dass der größte Teil nicht wirklich versteht worum es geht.
Dass es nicht reicht, die Bibel zu kennen und darin zu lesen, dass es nicht reicht, in den Gottesdienst zu gehen, oder einer Gemeinde anzugehören, oder zu Beten, sondern dass ChristSein bedeutet, sich an der Bibel zu orientieren und sie im täglichen Leben auch zu leben. Das ChristSein bedeutet, Buße zu tun, sich seine Sünden, Verfehlungen und Charakterfehler bewusst zu machen, um sie dann nicht mehr auszuleben. Das ChristSein bedeutet, sich selbst zu erkennen und bereit zu sein für Veränderung. So verstehe ich das heute.
Noelle, dieser Absatz bereitet mir geradezu Schmerzen!
Es zeigt, dass die Schreiber der Bücher der Bibel auch heute noch immer das erreichen, was sie erreichen wollten: Angst!
Und die Vertreter der Kirchen bedienen sich der Angst; so, wie es zahlreiche Religionen eben tun.
Man kommt nur in den Himmel, wenn….
Gott liebt uns nur, wenn…..
Ansonsten kommt man in die Hölle...
Du selbst sagst es schon:
Dass es nicht reicht, die Bibel zu kennen
Dass es nicht reicht, in den Gottesdienst zu gehen
Dass es nicht reicht, einer Gemeinde anzugehören
Dass es nicht reicht, zu beten
Ist es nicht seltsam, wie unzureichend Gott den Menschen erschaffen haben muß?
Kann ein vollkommener Gott etwas Unvollkommenes erschaffen?
Über die Bibel habe ich schon in verschiedenen Threads hier geschrieben, und ich möchte Dir zur Lektüre einmal das Buch:
„Jesus im Zerrspiegel“
von Bart D. Ehrman empfehlen.
Ebenso:
„Abgeschrieben, falsch zitiert und missverstanden“
vom gleichen Autor.
Beide findest Du bei amazon mitsamt Bewertungen.
Diese Bücher eines ehemaligen Evangelikalen Wiedergeborenen, der nach dem Einschlagen der wissenschaftlichen Richtung zu einem ganz anderen Glaubensbild kam, zeigen, wie sehr die Bücher der Bibel schon in der Entstehungszeit verändert und verfälscht wurden. Es zeigt unzählige Widersprüche allein im NT auf (kaum ein Absatz in den 4 Evangelien, welcher nicht allein durch eine Stelle in einem anderen Evangelium widerlegt werden kann…!).
Wenn Du diese Dinge einmal gelesen hast, wirst Du erkennen, wie „menschlich“ die Bibel ist.
Voller Fehler und Irrtümer eben.
Allerdings setzt diese Lektüre die Bereitschaft voraus, die Möglichkeit anzunehmen, dass die Bibel Irrtümer enthält.
Evangelikale, die an die Irrtumslosigkeit der Bibel glauben, lehnen alles ab, was im Widerspruch zur Bibel steht.
Diese Zeitgenossen haben allerdings Probleme, die Widersprüche in der Bibel zu erklären, und kommen dabei auf irrsinnige „Erklärungen“.
Und hier im Forum gibt es eben viele, wie mich, für die die Bände von "gespräche mit Gott" von Neale Donald Walsch zur "Bibel" geworden sind.
Schau allein einmal hier:
Ist die Bibel wörtlich wahr? http://www.unser-buntes-forum.de/index.php?topic=998.0
und die og. Bände findest Du hier:
http://www.sapientia.ch/Buchseiten/gmg.htm
snowgirl
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Hallo Waltzing Mathilda,
vielen Dank mx1 für deine ausführliche Antwort. Ich kann jetzt nicht auf alles eingehen, was du angesprochen hast. Du hast deine Meinung zu dem Thema, die ich akzeptiere und ich habe meine Meinung. Gestern zitierte ich hier Walther Russel:" Gottes Gesetz funktioniert immer, was immer Sie säen, ernten Sie in gleicher Weise hundertfältig. "
Jeder bekommt das in sein Leben zurück, was er von sich gibt, das ist die Gerechtigkeit Gottes. Ob ich richtig liege oder nicht, dass kann ich selbst nicht wissen, dass entscheidet sich erst nach meinem Tod.
Das dir meine geschriebenen Worte Schmerzen bereiten, war nicht meine Absicht. Mir dagegen geben meine geschriebenen Worte zum ersten Mal in meinem Leben Klarheit. Und nur daran kann ich mich orientieren.
"Das ChristSein bedeutet, Buße zu tun, sich seine Sünden, Verfehlungen und Charakterfehler bewusst zu machen, um sie dann nicht mehr auszuleben. Das ChristSein bedeutet, sich selbst zu erkennen und bereit zu sein für Veränderung." Das war die wesentliche Botschaft meines Beitrags.
Ich kann dir von mir berichten, dass ich heute, seit ich in der Bibel lese, mit meiner Angst sehr viel besser umgehen kann als jemals zuvor.
"Angst ist die Abwesenheit von Liebe" ist das nicht auch von Neale Donald Walsch?
Die Bibel ist zu mir gekommen, ich habe das nicht bewusst herbeigeführt, ich habe sie nicht gekauft, sie wurde mir geschenkt. Das Buch " Gespräche mit Gott" hatte ich schon vorher. Ich habe es verliehen, und bis jetzt ist es noch nicht wieder zu mir zurückgekommen. Ich glaube, ich brauche es auch nicht mehr.
Sicher ist die Bibel von Menschen geschrieben und immer wieder verändert und verfälscht worden.
Ich bin jedoch der Meinung, dass jeder Mensch, der sich mit den Texten der Bibel auseinandersetzt, in seinem Inneren fühlen wird, was der Wahrheit entspricht. Das muß ich dann auch bei keinem anderen Autor mehr nachlesen. Jeder Mensch empfindet in seinem Inneren so, wie es seinem Entwicklungstand oder seiner Reife entspricht.
Gott lässt mir die Wahl. Gott gibt mir alles das zurück, was ich selbst gebe. Das was ich säe, das werde ich auch ernten. Die Buddhisten nennen es Karma.
Wichtig ist für mich nach wie vor, dass ich mich in meinen Verfehlungen erkenne, und bereit bin, mich um meiner selbst willen zu verändern, um in Zukunft weder mir selbst noch anderen zu schaden.
Liebe Grüße wink
Noelle